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Chronik - 11

Nachdem wir das Fahrzeug mittels hydraulischem Gerät angehoben und vorsichtig wieder auf die Räder gestellt hatten, mussten wir mit der Rettungsschere das Dach abtrennen, um die Eingeklemmten aus dem Fahrzeug befreien zu können. Als wir das Dach abgetrennt hatten stellten wir fest, dass sich noch eine dritte Person auf dem Rücksitz befunden hatte und hinter dem Beifahrersitz eingeklemmt worden war. Für die 18-jährige Kölnerin kam jede Hilfe zu spät; die vier anderen, schwerver-letzten Jugendlichen wurden ins Kreiskrankenhaus Gummers-bach gebracht.

Nur einen Tag vor dem Jahreswechsel 1986/1987, am Nach-mittag  des 30. Dezember, wurden wir nach Wildbergerhütte beordert. Dort war ein 10-jähriger Junge aus Wildbergerhütte bei starkem Hochwasser in den Hamiger Bach gefallen, welcher nur wenige Meter weiter in die Wiehl mündet.
Der Schüler war von der starken Strömung in Richtung Talsperre mitgerissen worden. Mit Unterstützung von zwei Polizeihubschraubern wurde das Überschwemmungsgebiet bis zum Einbruch der Dunkelheit ergebnislos abgesucht. Am Silvestertag suchten wir und die Kameraden aus Wildberg und Odenspiel erneut bis zum Abend den Flusslauf und das Vorstaubecken der Talsperre ab. Unterstützt wurden wir hierbei auch von 14 Tauchern der DLRG. Die suche verlief wiederum ergebnislos. Dementsprechend trafen wir uns am Neujahrsmorgen zum dritten Mal am Vorstaubecken, um die Suche nach dem Vermissten fortzusetzen. Bereits nach weni-gen Minuten wurden die Befürchtungen aller eingesetzten Kräfte grausige Gewissheit; im Wurzelwerk eines Baumes wurde die Leiche des Jungen gefunden.
Am Beispiel dieses einen Jahres in der Geschichte unserer Löschgruppe lässt sich sicherlich ermessen, dass auch altgediente und erfahrene Kameraden bei Ausübung ihres Ehrenamtes manchmal an die Grenzen ihrer Belastbarkeit stoßen.  

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