
Atemschutz-Sportgruppe der Feuerwehr Nosbach
Was heute eine feste Institution in unserer Einheit ist, begann vor einigen Jahren ganz pragmatisch. Ich (Nathan Köllner) wurde damals als langjähriger und erfahrener Atemschutzgeräteträger gefragt, ob ich einen Kameraden gezielt auf den Atemschutzgeräteträgerlehrgang vorbereiten könne. Aus dieser einzelnen Vorbereitung wurden regelmäßige Trainingseinheiten, aus den Einheiten wurde eine Gruppe, aus der Gruppe eine Struktur, die sich bis heute bewährt.
Inzwischen ist es bei uns Standard, dass Kameraden, die für den Atemschutzlehrgang vorgesehen sind, vorab an unserem internen Training teilnehmen. Ziel ist eine möglichst realistische Vorbereitung auf den Lehrgang und auf den späteren Einsatz. Wir treffen uns in der Regel einmal wöchentlich im Gerätehaus und trainieren gemeinsam. Der Schwerpunkt liegt auf körperlicher Belastbarkeit, Ausdauer und Kraft, gleichzeitig fließt bewusst auch die mentale Vorbereitung mit ein. Belastung unter Stress, Umgang mit Erschöpfung, Entscheidungsfähigkeit, all das sind Faktoren, die im Einsatz oft entscheidender sind als reine Fitnesswerte.
Die Sportgruppe besteht inzwischen seit mehreren Jahren. Besonders schön ist die Dynamik, die sich daraus entwickelt hat. Die Kameraden motivieren sich gegenseitig, halten sich gemeinsam fit und tragen die Gruppe im Wesentlichen selbst. Es ist ein Miteinander entstanden, das nicht organisiert werden muss, sondern von innen heraus funktioniert.
Aus der Sportgruppe heraus haben wir in den vergangenen Jahren auch an verschiedenen externen Veranstaltungen teilgenommen. Mehrere Kameraden starteten bei der Firefighter Challenge, zweimal waren wir beim Köln-Turm Treppenlauf dabei. Das bisher beste Team erreichte dort einen Platz in den Top 20. Mit angeschlossenem Atemschutzgerät 40 Stockwerke zu absolvieren ist für sich genommen bereits eine extreme Herausforderung. Ein solches Ergebnis zeigt, dass sich konsequentes Training auszahlt.
Das spiegelt sich auch in den Lehrgängen und Streckenterminen wider. Kameraden, die regelmäßig am Training teilnehmen, absolvieren diese überdurchschnittlich sicher und stabil. Die Vorbereitung wirkt, sowohl körperlich als auch mental.
Neben der Ernsthaftigkeit gehört der Spaß immer dazu. Wir bauen regelmäßig spielerische Elemente ein, sorgen für Abwechslung und halten so die Motivation hoch. Am Ende geht es nicht nur um Leistung, sondern um Freude an der Sache und um ein gemeinsames Ziel.
Inzwischen nehmen auch Kameraden aus mehreren Einheiten an unserem Training teil. Das Konzept findet gemeindeweit Anklang, die Gruppe wächst einheitenübergreifend zusammen.
Dank der Unterstützung der Gemeinde stehen uns mittlerweile sechs Übungsgeräte zur Verfügung, die wir regelmäßig im Training einsetzen. Dadurch können wir realistisch trainieren, ohne scharfe Geräte zu nutzen. Zusätzlich haben wir eine kleine Palette an Sportgeräten aufgebaut, die wir kontinuierlich erweitern. Die Sportgruppe wird Schritt für Schritt weiter professionalisiert.
Am Ende dieses Beitrags finden sich der aktuelle Dienstplan sowie die Kontaktdaten von Adrian und mir. Wir organisieren und betreuen die Gruppe gemeinsam und stehen für Fragen jederzeit gern zur Verfügung.
Unsere Erfahrung zeigt, dass gezielte Vorbereitung wirkt. Für den Lehrgang, für den Einsatz, und für die Kameradschaft.
Ansprechpartner:
Atemschutzbeauftragter der Einheit
BM Nathan Köllner
Ausbilder für Atemschutzgeräteträger (IdF NRW)
Co-Trainer
UBM Adrian Hassel